27. Juni 2008

60 jahre luftbrücke

vorgestern, am 25. Juni 2008, hatten wir den 60. jahrestag der berlin-blockade. vor 60 jahren lebten im völlig zerstörten und komplett abgeschnittenen westberlin etwa 2,2 millionen menschen. die von den alliierten (usa, großbritannien und frankreich) organisierte luftbrücke sicherte das überleben der berliner bevölkerung für fast ein jahr, mit lebensmitteln und anderen gütern, die über drei korridore mit den sogenannten „rosinenbombern“ eingeflogen wurden.

my mum and her sister - meine mami und ihre schwester

warum ich auch das erzähle? vier von den 2,2 millionen menschen, waren meine mami, ihre kleine schwester, mein oma und deren mutter, die sich alleine versorgen mußten, da mein opa in kriegsgefangenschaft war.

ich frage mich oft, was ohne die luftbrücke mit ihnen geschehen wäre? wie ist es ihnen damals ergangen? wie fühlt es sich an, wenn das brummen der propellermaschinen plötzlich nicht mehr bedrohung, angst und schrecken bedeutet, sondern nahrung und auch mitgefühl von menschen, die ein paar wochen voher noch „feinde“ waren... könnt ihr euch das vorstellen?

lg, eure nachdenkliche nicola

hier findet ihr mehr zu den geschichtlichen hintergründen:
http://www.gg-online.de/html/berlin_blockade_luftbruecke.htm
wikipedia, berlin-blockade
wikipedia, luftbrücke

Kommentare:

  1. hab darüber eine facharbeit gemacht...trümmerfrauen. kriegswitwen. etc. war gar nicht beliebt in den achtzigern bei den profs.....zu frauenbewegt.

    eines der themen, die mich noch immer und immer wieder beschäftigen.

    wie überhaupt diese generation frauen, die so viel bewegt haben. im wahrsten sinn des wortes.

    schönes wochenende. wünscht rike.

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  2. ein "bewegendes" Thema !

    Ich habe früher oft "den Geschichten" meiner Oma gelauscht.

    Ich hoffe ganz ganz dolle, das wir (und unsere Kinder & KindesKinder etc) "sowas" nicht erleben !!!!!

    LG nina

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  3. Liebe Nicola,
    Ich finde es schön,daß du dieses Thema ansprichst! Solche Geschichten muß man den Menschen von heute erzählen! Ich bin ein Flüchtlingskind und habe meinen Großeltern an den Lippen gehangen, wenn sie erzählten!Es prägt einen für die Zukunft!
    LG,Ulla
    P:S.Ich habe meinen Stoff,nochmals lieben Dank!

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  4. solche geschichten berühren mich immer wieder zutiefst und lassen mich beschämt nachdenken, über was für belanglosigkeiten doch heute alzu oft in unserer wohlstandgesellschaft gejammert wird...

    es war ein großer akt der menschlichkeit in einer schlimmen zeit. solche taten lassen mich hoffen, dass die menschheit doch in der lage ist, näher zu rücken und das feindbild abzulegen in zeiten großer not...

    liebe grüße
    nic

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  5. Liebe Nicola,

    Deine Geschichte hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Ja, was wäre geschehen, wenn es damals die Luftbrücke nicht gegeben hätte, wieviele von uns hätten das Licht der Welt nicht erblicken dürfen. Nun sind wir da in Dankbarkeit und können die Geschichten unserer Ahnen in Ehren halten.

    Liebe Grüße
    Cornelia

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  6. liebe nicola, neulich habe ich aus dem radio die geschichte des namens "rosinenbomber" erfahren. es war wohl so, dass ein amerikanischer pilot die schoki, die er aus der heimat geschickt bekommen hatte, wohl schon gewollt jedoch ohne auftrag aus dem fenster warf. sein vorgesetzter fand das super und so wurde diese geste übernommen. und welch große geste das von diesem piloten war, kann man erst begreifen, wenn man sich überlegt, dass die väter der kinder, die sich unten über die süßigkeiten hermachten, vielleicht für den tod eines oder mehrerer kammeraden verantwortlich waren...
    glg ines

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  7. liebe nicola
    gerade über dieses wochenende waren meine schwiegereltern bei uns zu besuch. beide "kinder" die die luftbrücke als 16 bzw. 13 jährige mit erlebt haben!

    es ist für mich nicht immer einfach es zu verstehen oder nachzuvollziehen wie schlimm das wirklich war. Aber gerade daran merke ich wieder wie gut nein, wie sehr gut es uns doch geht!

    ich wünsche dir eine wunderschöne woche

    von herzen
    maya

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