28. Oktober 2008

Innenstadt - Sterben?!

hallo, ihr lieben!

ich freue mich gerade sehr über eure beiträge, zu meinem letzten post, das unter anderem von den veränderungen in der hamelner innenstadt handelte, die mir alle sehr aus dem herzen sprechen!

bei uns hier in minden ist es leider nicht viel anders! wir haben vor einem jahr per bürgerentscheid den abriss unseres knapp 30 jahre jungen rathauses abgeschmettert, das auch für eben so eine "einheitsbrei-galerie" weichen sollte... seit dem "köchelt" ein forum (neue?!) ideen zur innenstadtgestaltung - gestern wurde ein sogn. masterplan für minden vorgestellt und die bürger sollten sich nochmal dazu äußern. ich war da, aber äußern mochte ich mich nicht, denn es wird hier seid jahren das selbe gequatscht und es passiert irgendwie wenig, an dem man jetzt ablesen könnte, dass ein umdenken stattfindet... da kann man sich des eindrucks nicht erwehren, dass in den hinterköpfen der politiker immer noch die "abriss-idee" schlummert. dieses ganze ausharren und warten, auf das was kommen mag, führt aber auch dazu, dass wichtige investoren sich nicht wirklich für die mindener innenstadt interessieren. es stehen attraktive ladenlokale leer und läden schließen, dafür macht sich billig-billig und ramsch aus fernost breit... schaun´ wir mal wie es ausgehen wird?!

lg, nicola

p.s.: aus gegebenem anlass mußte ich jetzt leider auch die "kommentar-prüfung" in meinem blog aktivieren - leider! :( ich hoffe ihr habt trotzdem weiterhin lust zu kommentieren...

Kommentare:

  1. Ich find's auch total schade - Hameln hatte mal so ne tolle Altstadt! Hier ist es oft nicht anders - Fachgeschäfte in kleinen und mittelgroßen Orten machen zu, weil die Konkurrenz zu groß ist. Meist bleiben die Geschäfte aber leer - eine Geisterstadt. Zum Glück ist es bei uns im Ort nicht so, in der Innenstadt sind noch viele kleine familiengeführte Fachgeschäfte. Mal sehen, wie lange das so bleibt...

    LG
    Ana

    AntwortenLöschen
  2. was dür eine "kommentar-prüfung"??

    AntwortenLöschen
  3. Auch bei uns sind in den letzten Jahren immer mehr individuelle Läden aus der Innenstadt ausgezogen oder haben geschlossen. An ihrer Stelle wurden dann Geschäfte großer Ketten eröffnet oder der x-te Handyshop ist eingezogen. So langweilig!

    LG
    Chris

    AntwortenLöschen
  4. In Hameln war ich noch nie. Leider ist es bei uns im Ort genauso. Viele alte Geschäfte haben geschlossen und stehen leer oder es ziehen für ein paar Monate irgendwelche 1-Euro-Läden ein. Dabei ist die Nordsee nicht weit und der Tourismus würde "Geld" bringen.
    Ein Stoffladen wäre klasse :-))
    Liebe Grüße
    Kirsten

    AntwortenLöschen
  5. Du sprichst mir vollkommen aus dem Herzen. Seltsamerweise ist mir das ganze nie so aufgefallen, bis wir eines Tages in der Nähe von Heidelberg durch hübsche kleine Städtchen gebummelt sind, wunderschöne alte Häuser und im Erdgeschoß der gleiche Einheitsbrei und die gleichen Filialisten wie bei uns. Vorher dacht ich immer, nur in meiner Stadt ist es so unsäglich langweilig, dabei zieht sich das anscheinend durch ganz Deutschland. Alles muß glatt geleckt und gestriegelt sein, die netten schäbigen, gemütlichen Ecken verschwinden und übrig bleibt das neue Einkauserlebnis, mit riesigen weißen Fenstern in denen fast nichts drin ist oder den noch schlimmeren 1-Euro-Läden. Und Tchibo natürlich, bei dem immer was los ist, egal wie das Wetter ist.
    Es deprimiert mich immer, wenn ich in fremden Städten bin und die vielen leerstehenden Geschäfte sehe, wo die Städtchen wie ausgestorben liegen und nur die Ständer der Ramschläden auf den Bürgersteigen noch Farbe ins Spiel bringen. So viele alte schöne Geschäftsfassaden verkommen, und wenn dann doch einer reingeht wird nicht etwa renoviert, sondern gleich modernisiert, sprich alles Alte muß weg und alles muß komplett neu gemacht werden.
    Ich vermiß sie so, die vielen kleinen individuellen Läden in denen noch jeder was andres hatte und man genau wußte wo man wofür hingehen muß. Jetzt kriegt man alles überall und doch im Grunde gar nichts.
    Aber sind wir mit unserer Sparerei und Knauserei nicht oft selber schuld? Mit dem Kaufen - Wegwerfen, Kaufen - nicht brauchen, Kaufen - nicht schätzen. Wir wollen alles haben, aber kein Geld dafür ausgeben. Es scheint altmodisch zu sein nur wenig zu haben, auf bestimmte Dinge hin zu sparen und sie dann Jahr für Jahr zu hegen und zu pflegen. Immer wieder ein neuer Trend, immer wieder eine neue Verlockung.
    Ach, ich weiß auch nicht, aber irgendwie machen unsere kleinen Städtchen keinen Spaß und keine Freude mehr, alles ist so mehr als Gleich geworden.

    AntwortenLöschen
  6. Habe zunächst Deinen Hameln-Bericht gelesen...dann diesen Post und kann Dir nur zustimmen! Praktisch, wenn alles unter einem Dach ist, aber die Individualität einer Stadt geht total verloren...traurig ist das!!!
    GLG, BINE

    AntwortenLöschen
  7. Ja, das Innenstadtsterben ist wirklich traurig anzusehen. Egal wo man sich bewegt, Nord oder Süd, Ost oder West, überall empfängt einen trister Einheitsbrei in Form von Großmarktketten. Man / Frau freut sich ja heutzutage schon, wenn einem zwei/drei Läden über den Weg laufen, die sich nicht den Billiganbieter-Slogan auf die Fahnen geschrieben haben.
    Wenn ich all die Kommentare hier lese, frage ich mich immer, wer dann die Leute sind, die ausschließlich in diesen Discountern einkaufen gehen. Dabei vergesse ich immer, dass das hier eine ausgesuchte Gemeinschaft der Freunde der schönen, selbstgemachten Dinge ist. Leider ist der andere Teil wohl viel größer.
    Ich muss aber gestehen, dass ich natürlich auch ab und an in Discountern etwas kaufe, wobei die Betonung auf ab und an liegt.
    Liebe Grüße aus dem verregneten Wolke7Land

    AntwortenLöschen
  8. eine tolle idee...meine liebe nicola.
    ich liebe deine püppchen und bin schon gespannt auf jede einzelne geschichte;)

    einen wunderbaren tag dir!

    liebgruss
    eni

    AntwortenLöschen